HUmmel

Die Top 10 der fleißigen Gartenhelfer

Liebe Gartenfreunde,

Jeder von uns weiß es, Gartenarbeit kann sehr anstrengend sein. Viel anstrengender wäre diese aber noch, wenn nicht jeden Tag viele kleine Helfer mit uns ackern würden.
Dies ist der Grund dafür, dass wir diese unermüdlichen Unterstützer für Sie in einer Extra-Ausgabe zusammenstellen und würdigen.

Dramatisches Insektensterben!

Zwar vermisst niemand zerschmetterte Insekten-Leichen auf der Windschutzscheibe, aber die Entwicklung ist alarmierend. Der Verzicht auf Pestizide und andere Chemikalien sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Mit wenig Aufwand und kaum Kosten kann eine „Insektenfreundliche Umgebung“ geschaffen werden. Herumliegende Steine, etwas Totholz, Steinmauer, Ziegelreste, alte Suppenschüssel als Vogeltränke, können schon sehr viel helfen und dies ergibt einen tollen Beobachtungsposten.

GARTENPFLEGE, räumen Sie bitte nicht zu ordentlich auf der Garten ist kein Wohnzimmer!
Totholz, Blätter und Laub bilden wichtige Unterschlupfmöglichkeiten für Groß + Klein.

Holen Sie sich eine Haselnuss in den Garten, sie versorgt 120 Insekten und
12  Vogelarten mit Nahrung.

1. Hummel

Bitte Insektenhotel aufstellen

Arten: z.B. dunkle Erdhummel, Wiesenhummel, Steinhummel
mit ihrem dicken Pelz schwirrt sie schon vor den Bienen aus.

Lebensraum: Gärten, Wiesen, Parks, Waldrand, etc. sind robust und bereits bei Temperaturen ab 3 Grad unterwegs.

Nester: verlassene Mäusenester, Mauerspalten, hohle Bäume, Moospolster, Erdlöcher.

Hummel

Bestäubt werden bis zu  1.000 Blüten am Tag. Auch wenn es den Bienen noch zu kalt ist, bestäuben sie schon die ersten Frühlingsblüten.
Wenn man im Frühjahr eine große Hummel sieht, die über dem Boden herumfliegt, dann ist es eine Königin. Sie sucht ein Erdloch (Mausloch), wo sie die Eier hineinlegen kann, um ein neuen Hummelstaat zu gründen. Im Herbst sterben alle Hummeln. Nur die jungen Königinnen überwintern.

Bitte sorgen auch Sie dafür, dass es Früh zu blühen beginnt, dann gibt es wieder schöne Blütenund viel saftiges Obst.
Helfen ist ganz leicht, selber anpflanzen oder jemanden bitten anzupflanzen; z.B.: einen Natternkopf oder eine Salix-Weide (Palmkätzchen), Krokus, Hirtentäschel, Nieswurz,
Gemeine Küchenschelle, Schneeheide, Lerchensporn, Schlehdorn….
Wenn die Königinnen im Frühling keinen Nektar finden, müssen sie verhungern.

2. Marienkäfer

Nisthilfe = bitte Tontöpfe verkehrt aufhängen (siehe Ohrwurm)

Er zählt zu den Lieblingen unter den Gartenhelfern und er ist sehr sehr nützlich. Bis zu 170 Schädlinge pro Tag werden von den befallenen Pflanzen geholt. In Akkordzeit saugt er Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben aus.

Marienkäfer

3. Regenwurm

(Tauwurm oder lumbricus terrestris) verwandt mit dem
Kompostwurm bitte in den Kompost setzen und Sie erhalten fruchtbare Erde 

Der heimische Kompostwurm (eisenia fetida oder eisenia). Im 17. Jahrhundert hatte er den Namen „reger Wurm“ (aktiv, umtriebig). Weil er vermehrt bei warmen Regen hervorkommt, bezeichnet man ihn nun als „Regenwurm“.

Er ist ein Zeigetier für die Bodenbiologie. Je mehr Würmer im Boden sind, desto besser funktioniert die gesamte Bodenbiologie. Regenwürmer zählen zu den wichtigsten Bodentieren. Wenn Sie die Bodenbearbeitung nur noch oberflächlich durchführen, bleiben die Regenwürmer geschont und Sie haben einen vitalen Boden.
Man lockert den Boden mit der Grabgabel und dem Sauzahn, Sie schonen dabei ihren Rücken. Wurmkompost erhöht den Gehalt der geschmackgebenden Inhaltsstoffe, Vitamine und verbessert die Wasserspeicherfähigkeit.

Regenwurm

Beimpfen Sie Ihre Komposthaufen mit Kompostwürmern und entdecken Sie die Leistungsfähigkeit dieser wertvollen Helfer. Kompostwürmer fühlen sich sogar in Kunststoff Thermokompostern wohl. Sie können nicht nur die Kompostierung beschleunigen, sondern auch die Qualität des Kompostes entscheidend verbessern. Die von den Kompostwürmern produzierte Humus Erde können Sie in Haus und Garten als Bio Dünger für Ihre Pflanzen einsetzen und dadurch viel Geld sparen.

  • machen besten Kompost
  • durchlüften den Boden, bringen Sauerstoff für Tiere + Wurzeln
  • schaffen ein gesundes Bodenleben

Kompostwürmer  bringen den Pflanzen und den Gärtnern Freude!

4. Ohrwurm

Lateinisch: Forficula auricularia   Nachtaktiv

Landläufig auch als Ohrenschliefer, Ohrenpitscher bekanntes Insekt (kein Wurm) mit starken Kneifzangen. Sehr wichtig im Garten, weil er hocheffizient ist beim Vertilgen von Blattläusen und Spinnmilben.

Ohrwurm

Was hat sein Name eigentlich mit Ohren zu tun ?

Ein alter Aberglaube besagt, dass der Ohrwurm nachts den schlafenden Menschen ins Ohr kriecht, was er natürlich nicht tut. Bei Ohrenleiden haben die Ärzte im Mittelalter zerstoßenen Ohrwurm als Medizin verordnet. Beides ist Unsinn und hat dem Ohrwurm nur geschadet. Viele Menschen haben deshalb Angst vor ihm.

Aussehen
Seine Farbe ist dunkelbraun glänzend. Länge bis 19 Millimeter.
Die Antennen am Kopf sind braun. Die Zangen (Cerci) am Hinterleib werden zur Abwehr eingesetzt. Die Zangen der Männchen sind breiter gebogen und flach, bei den Weibchen sind sie fast gerade. Sie werden zur Verteidigung und bei der Paarung eingesetzt. Ohrwürmer können auch fliegen, tun dies aber nur sehr selten.

Lebensraum

in Gärten, Parks und Obstbaumwiesen. Häufig in Blüten zu sehen, wo sie auf Beutetiere warten. Ohrwürmer können pro Nacht bis zu 120 Blattläuse fressen.

Tagesverstecke anbieten: Blumentöpfe mit Holzwolle oder Heu locker füllen und umgekehrt an Bäume hängen. Um besiedelt zu werden, müssen die hängenden Töpfe den Stamm oder die Äste berühren. Die Holzwolle jährlich wechseln.

5. Biene

Insektenhotel bitte aufstellen

Man unterscheidet 3 Gruppen, die unterschiedlich leben.
Kollektiv lebende Bienen, Solitärbienen und Kuckucksbienen. Die Biene ist neben der Hummel die wichtigste Bestäuberin in unseren Gärten. Unsere Honigbiene liefert auch noch leckeren Honig frei Haus an Imker und Hobby-Imker. Mit der BienenBox können bis zu 15 kg Honig pro Jahr geerntet werden.

Biene

In vielen Städten gibt es Bienen-Patenschaften, Orientierungsseminare und Imkerkurse.

6. Spinne

Spinnen sorgen für ein günstiges Gleichgewicht der natürlichen Lebensgemeinschaften. Dazu bauen sie je nach Eigenart, Fangnetze jagen am Boden oder springen auf ihre Opfer. Wir haben viele unterschiedliche Arten in den Gärten.

spinne

7. Laufkäfer

Laufkäfer kann man selten beobachten, weil sie erst bei Anbruch des Abends aktiv werden. Der Laufkäfer frisst täglich das Dreifache seines Gewichtes; meistens sind dies Insektenlarven und Schnecken.

Laufkäfer

8. Florfliege

Nutzen: Die Gemeine Florfliege gibt es in ca. 50 weiteren Florfliegenarten in Mitteleuropa. Eine Larve kann bis zu 60 Blattläuse pro Tag und bis zu 40 Spinnmilben pro Stunde fressen. Sie sind dämmerungsaktiv und ernähren sich von Blütennektar und Honigtau (eine von pflanzensaugenden Insekten, z. B. Blattläusen, ausgeschiedene süße Flüssigkeit. Die Larven ernähren sich von Blattläusen, Milben, Thripsen, Raupen und Zikaden. Chrysoperla carnea wird gegen pflanzensaugende Kleininsekten, Schmierläuse und Spinnmilben an Gemüse und Zierpflanzen in Gärten, Glashäusern, Gewächshäusern, Wintergärten und auf Zimmerpflanzen eingesetzt. Diese Florfliegenart kann man als Larven kaufen.

Florfliege

Überwinterungshilfen anbieten: Schlupfwinkel in Schupfen, Scheunen, Häusern, Dachböden. Im Frühjahr ins Freie lassen! Fertige rote Florfliegenhäuser aus Holzbeton gibt es im Handel zu kaufen.

9. Ameise

Amina Ameise (Wegameise)
Wir trinken sehr gerne die süßen Ausscheidungen der Blattläuse, den sogenannten Honigtau. Was wir nicht fressen können, tragen wir in unserem Kropf in unser Nest. Ein Ameisenvolk vertilgt bis zu 40.000 Schädlinge pro Tag.

ameise

10. Schmetterling

Der Schmetterling erfreut uns immer wieder, Schmetterlinge sind mit Abstand die beliebtesten Besucher in unseren Gärten und Balkonen.

Schmetterling

„Meine kleine Farm“  gratis herunterladen bei  www.vermigrand.com 

Beispiele für praxiserprobten Nützlings-Einsatz: —    Raubmilben gegen Spinnmilben —    Florfliegenlarven gegen Blattläuse und Thripse —    Siebenpunktmarienkäfer gegen Blattläuse —    Räuberische Gallmücken gegen Blattläuse —    Australischer Marienkäfer gegen Woll- und Schmierläuse —    Nematoden gegen Dickmaulrüssler und Trauermücken —    Parasitische Erzwespen gegen die Weiße Fliege

Wenn Sie Nützlinge in Ihrem Garten finden, können Sie diese selbst umsiedeln, z. B. indem Sie ein Blatt mit Marienkäfern oder deren Larven zu einer Pflanze mit Blattlausbefall bringen oder besiedelte Ohrwurmtöpfe umhängen.
Beim Nützlingseinsatz dauert die Zeit bis zum Erfolg etwas länger, es stellt sich jedoch dafür ein langfristiges Gleichgewicht ein.

Gefällt Ihnen diese Ausgabe, Sie dürfen diese Tipps gerne an Ihre Freunde weiterleiten.

Brigitte & Willy Achter